Ausgangslage


Haselnussanbau in Deutschland ist wenig verbreitet, in Thüringen existiert kein Anbau von Haselnüssen für den Markt. Verarbeiter müssen Haselnüsse zum Teil aus politisch unsicheren Regionen importieren, damit sind hohe Abhängigkeiten, Lieferengpässe oder schwierige Lebensmittelsicherheiten verbunden.


Innovation


Anwendung der Baumform-Spindel in verschiedenen Pflanzsystemen für wurzelechte und veredelte Haselnüsse im europäischen Rahmen.
Die zu prüfenden Anbausysteme beruhen auf verschiedenen Pflanzabständen bei Spindelerziehung. Vergleichend werden je nach Standort und wurzelechten oder veredelten Pflanzen Systeme von 5x3m, 5x4m und 5x5m, kombiniert mit Spindelerziehung als Testanlagen angepflanzt mit dem Ziel, die optimale Variante zu finden. Die Spindelform sichert dabei die Reproduktion von Fruchtholz, die notwendige Belichtung und Luftdurchlässigkeit. Aufgrund der niedrigen Niederschlagsmengen sollen gleichzeitig Bodenabdeckungen/Bewässerung für eine bessere Wasserversorgung eingeführt werden.
Die Anbausysteme wurden für Veredelungen deutschlandweit noch nicht unter Praxisbedingungen getestet und werden in angrenzenden Ländern auch nicht beschrieben. Erwartet werden eine frühere Ernte und verbesserte Erntebedingungen, was die angesprochenen hemmenden Bedingungen im Haselnussanbau verbessern würde. Für die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in den ersten zwei Jahren wird eventuell eine Zweitnutzung mit Erdbeeren in einem Betrieb geprüft. In einem zweiten Betrieb wird die Zweitnutzung zur Gänseweide getestet.


Kontakt


Thüringer Ökoherz e.V. für die "Kooperation Inno-Hasel Thüringen"
Schlachthofstraße 8 - 10
99423 Weimar